Warum dürfen Hunde keine Schokolade essen?

Abgesehen davon, dass Schokolade viel Zucker enthält, was für Hunde ungesund ist, enthält Schokolade sowohl Koffein als auch einen Stoff namens Theobromin. Diese Substanzen wirken bei Hunden genauso wie bei uns: Sie regen das Nervensystem an und erhöhen die Herzfrequenz. Im Gegensatz zu uns können Hunde Koffein und Theobromin jedoch nicht verstoffwechseln und abbauen, weshalb die Wirkung bei ihnen wesentlich stärker ausfällt. Wenn dies nicht behandelt wird, können diese Stoffe zu einer Vergiftung des Blutes führen, die Leberversagen, Krampfanfälle, Herzversagen und den Tod zur Folge haben kann.
Wie viel Schokolade ist für Hunde giftig?
Da Hunde unterschiedlich groß sind, können bereits kleine Mengen Schokolade für manche giftig sein, insbesondere für winzige Rassen wie Zwergspitze und Chihuahuas. Daher ist es am sichersten, Schokolade konsequent zu vermeiden.Verschiedene Schokoladensorten bergen zudem ein unterschiedliches Risiko. Zartbitterschokolade und Backschokolade enthalten mit ca. 500-1000 mg pro 100 g die höchste Konzentration an Theobromin. Weiße Schokolade hingegen enthält nur etwa 0,9 mg pro 100 g, was bedeutet, dass die meisten Hunde ihr eigenes Körpergewicht an dieser Schokolade fressen müssten, um eine Vergiftung zu erleiden.
Laut dem AKC können bereits 28 g Schokolade pro Pfund Körpergewicht (ca. 60 g pro kg) giftige Wirkungen bei Hunden haben, was bedeutet, dass selbst eine einzige Tafel Milch- oder Zartbitterschokolade bei Ihrem Hund zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen kann.
Was sind die Anzeichen einer Schokoladenvergiftung?
Jetzt, da Sie die Antwort auf die Frage „Dürfen Hunde Schokolade essen?“ kennen, ist es wichtig, die Anzeichen einer Schokoladenvergiftung zu kennen.Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund Schokolade gefressen hat, beobachten Sie ihn die nächsten zwölf Stunden genau, da sich die Symptome einer Vergiftung in dieser Zeit meist entwickeln.
Symptome einer Schokoladenvergiftung sind unter anderem:
- Erbrechen und Durchfall.
- Hohe Temperatur.
- Erhöhte Herzfrequenz.
- Unruhe.
- Übermäßiges Hecheln oder Speicheln.
- Hyperaktivität.
- Zuckungen, Zittern oder Krampfanfälle.
- Häufiger Harndrang.
Was sollten Sie tun, wenn Ihr Hund Schokolade gegessen hat?
Wenn Sie eine Schokoladenverpackung auf dem Boden finden und glauben, dass Ihr Hund daran genascht hat, oder wenn er eines der oben genannten Symptome zeigt, ist es wichtig, schnell zu handeln und entweder Ihren Tierarzt oder die Animal Poison Line unter 01202 509 000 anzurufen.Wenn Sie eine Verpackung finden, halten Sie diese für das Gespräch mit dem medizinischen Fachpersonal bereit, damit Sie angeben können, welche Art von Schokolade Ihr Hund möglicherweise gefressen hat. Geben Sie Ihrem Tierarzt außerdem einen groben Zeitrahmen an, wann der Hund die Schokolade gefressen haben könnte, damit er den Grad der Gefahr für Ihren Vierbeiner besser einschätzen kann.
Beim Tierarzt angekommen, wird versucht, den Magen Ihres Hundes durch das Herbeiführen von Erbrechen zu reinigen. Manchmal reicht dies bereits aus, um die Giftstoffe aus dem Körper Ihres Lieblings zu entfernen; manchmal muss jedoch Aktivkohle verabreicht werden, um die Aufnahme von Theobromin in den Körper zu verhindern.
Denken Sie daran: Versuchen Sie niemals, Ihren Hund selbst zum Erbrechen zu bringen, es sei denn, Sie wurden ausdrücklich von Ihrem Tierarzt dazu aufgefordert, da dies Ihrem pelzigen Freund schaden kann.
Nach der Behandlung in der Tierarztpraxis wird Ihr Hund wahrscheinlich Infusionen erhalten, um überschüssiges Theobromin schneller aus dem System zu spülen, bevor Sie ihn wieder mit nach Hause nehmen können, damit er sich ausruhen kann. Beobachten Sie ihn zu Hause während der Genesung weiterhin genau und halten Sie Ihren Tierarzt bei Bedenken auf dem Laufenden.
Vorbeugung von Schokoladenvergiftung: Ein Blick in die Küche
Vorbeugen ist bei einer Schokoladenvergiftung besser als Heilen. Es erspart Ihrem Hund einen beängstigenden Tierarztbesuch und Ihnen eine Menge Stress!Schokolade steckt in so vielen Dingen in der Küche: von Schokoladenkeksen über Eiscreme bis hin zu Sirup und Süßigkeiten. Sorgen Sie immer dafür, dass alle schokoladenhaltigen Produkte für Ihren Hund unerreichbar sind, um das Risiko zu minimieren, dass er in Schwierigkeiten gerät.
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