Katzen sind so etwas wie vierbeinige Superhelden, daher ist es kein Wunder, dass sich eine ganze Reihe von Mythen und Aberglauben um sie ranken. Manche sind leicht als Falschmeldungen zu entlarven, wie etwa, dass sie neun Leben haben und immer auf ihren Pfoten landen. Andere hingegen sind etwas glaubwürdiger, zum Beispiel, dass sie im Dunkeln sehen können. Leider ist die Wahrheit, dass sie in völliger Dunkelheit nicht sehen können. Im Vergleich zu den anderen Erzählungen hat diese jedoch einen wahren Kern. Hier ist die Wahrheit hinter der Frage...
Die Wahrheit darüber, ob Katzen im Dunkeln sehen können
Obwohl Katzen nicht in völliger Dunkelheit sehen können, haben sie ein ziemlich beeindruckendes Sehvermögen. Dieses großartige Sehvermögen stammt von ihren wilden Vorfahren, die als dämmerungsaktive Tiere in den frühen oder späten Stunden auf die Jagd gingen. Es war daher ein großer Vorteil, bei schlechten Lichtverhältnissen sehen zu können, weshalb ihre Augen einige pfiffige Anpassungen aufweisen.

Katzen haben viel größere Hornhäute und Pupillen als wir gewöhnlichen Menschen, wodurch etwa 50 % mehr Licht in ihre Augen gelangt. Sie können ihre Pupillen außerdem weiter ausdehnen als wir, was perfekt für mondhelle Nächte ist. Es kommt nicht nur auf die Größe an, sondern auch auf die Form. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass deine Katze vertikale Schlitzpupillen hat. Ein Merkmal, das sie mit anderen kleineren Lauerjägern gemeinsam hat. Man geht davon aus, dass dies ihnen hilft, die Entfernung zu ihrer Beute einzuschätzen und die Intensität des Lichts, das auf ihre Netzhaut fällt, zu verändern. Schließlich haben Katzen mehr Rezeptoren (Stäbchen) in ihren Augen als wir, was sie lichtempfindlicher macht.
All das zusammengenommen bedeutet, dass deine Katze bis zu achtmal besser sehen kann als du!
Es ist nie wirklich stockfinster
Der zweite Grund, warum wir denken könnten, sie könnten im Dunkeln sehen, ist, dass es in der modernen Welt nie wirklich völlig dunkel ist. Egal, ob sie bei dir zu Hause sind oder draußen durch die Straßen streifen, irgendwo brennt praktisch immer ein Licht. Auch wenn du denkst, es sei stockfinster, sind ihre Augen einfach in der Lage, das vorhandene Licht optimal zu nutzen.

Haben Katzen Angst vor der Dunkelheit?
Einige sind furchtlose Samtpfoten, andere erschrecken sich schon bei einem Windstoß (wir lieben dich, Boo Boo!), aber wie kommen Katzen im Dunkeln zurecht? Jetzt, wo wir aufgedeckt haben, dass unsere Kätzchen nicht die Superkraft der Nachtsicht besitzen: Haben sie Angst vor der Dunkelheit?
Genau wie bei Menschen ist es schwer, diese Frage mit einem klaren Nein oder Ja zu beantworten, da alle Katzen einzigartig sind und unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wenn sie nachts im Dunkeln etwas Schlimmes erlebt haben, könnte dies eine negative Verbindung mit der Dunkelheit schaffen.
Andere Faktoren, die dazu führen könnten, dass deine Katze Angst vor der Dunkelheit hat, sind ein Umzug in ein neues Haus, aggressive Hunde (oder Schlimmeres) draußen oder laute Geräusche.
Anzeichen dafür, dass deine Katze Angst hat, sind Weinen, geweitete Pupillen, feuchte Pfoten und ein erhöhter Herzschlag. Wenn du also eines dieser Anzeichen kurz vor dem "Licht aus" bemerkst, wäre es eine gute Idee, ein Nachtlicht anzulassen.
Fünf interessante Fakten zum Abschluss
- Katzen können die Farben Rot oder Grün nicht sehen und nehmen diese stattdessen als Grau wahr.
- Katzen können Objekte erkennen, die sich mit vier Millimetern pro Sekunde bewegen – umso besser, um das Mäuschen zu fangen!
- Katzen haben ein besseres peripheres Sehen als wir und können etwa 200 Grad überblicken (im Vergleich zu unseren 180 Grad).
- Katzen haben nicht ein, nicht zwei, sondern DREI Augenlider.
- Du kannst mit deiner Katze durch langsames Blinzeln kommunizieren. Probier es gleich mal aus und schau, was deine Katze tut!

