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Stomatitis bei Katzen: Ursachen und Behandlung

Katzen sind bekanntlich unabhängige und eigensinnige Zeitgenossen, was es schwierig machen kann, Anzeichen dafür zu erkennen, dass sie Schmerzen haben oder ihre Gesundheit nicht ganz in bester Ordnung ist. Zahnerkrankungen sind ein häufiges Problem bei Katzen, das von ihren Dosenöffnern allzu oft übersehen wird. Eine schmerzhafte Zahnerkrankung, die unsere Miezen betrifft, ist die Gingivostomatitis, kurz Stomatitis. Heute nehmen wir das Thema Stomatitis bei Katzen genau unter die Lupe und gehen den Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten auf den Grund, damit Sie das Wissen haben, Stomatitis frühzeitig zu erkennen und Ihre Fellnase wieder zum Strahlen zu bringen.

Was ist Stomatitis bei Katzen?

Stomatitis bei KatzenSicher haben Sie den Begriff Gingivitis oder Zahnfleischentzündung schon einmal von Ihrem Zahnarzt gehört, wenn er davon schwärmt, wie wichtig Zahnseide ist. Nun, die Stomatitis ist eine schwerere Form der Gingivitis, bei der nicht nur das Zahnfleisch durch mangelnde Mundhygiene entzündet ist, sondern das gesamte Maul. Die Entzündung bei der felinen Stomatitis ist schwerwiegend und schmerzhaft, wobei das Zahnfleisch und das Maulinnere rot und geschwollen erscheinen. Bei stärkerer Schwellung kann es auch zu Blutungen kommen.

Anzeichen und Symptome von Stomatitis bei Katzen

Die Symptome einer Stomatitis bei Katzen ähneln denen anderer Zahnerkrankungen bei Katzen.

Hier sind einige der wichtigsten:

  1. Zahnfleischentzündung oder Blutungen

Eine Zahnfleischentzündung ist das wichtigste Anzeichen für Zahnerkrankungen bei Katzen wie die Stomatitis. Bei der Stomatitis ist die Entzündung schwerwiegender als bei einer einfachen Gingivitis und betrifft auch andere Bereiche des Mauls und des Rachens. Wenn eine Stomatitis unbehandelt bleibt, kann das Zahnfleisch zudem bluten, insbesondere beim Verzehr von hartem Futter wie Trockenfutter-Kroketten.

  1. Mundgeruch:

Das Letzte, was Sie riechen möchten, wenn Sie Ihrer Katze einen Kuss geben, ist übler Mundgeruch. Auch dies ist ein Symptom für mangelnde Mundhygiene und Stomatitis bei Katzen.

  1. Anzeichen von Schmerzen im Maul

Katzen sind zähe Geschöpfe und verbergen Schmerzen im Maulbereich oft, daher kann es schwierig sein zu erkennen, ob Ihre Katze Schmerzen hat. Wenn sie jedoch Schwierigkeiten beim Fressen zeigt, übermäßig sabbert, häufig mit der Pfote an ihr Maul fasst oder ihr Futter verweigert, können dies Anzeichen für Zahnschmerzen bei Katzen sein, die Ihnen zeigen, dass es Zeit für einen Besuch beim Tierarzt ist.

  1. Gewichtsverlust

Wenn Ihre Katze anfängt, ihr Futter zu verweigern oder an Gewicht verliert, kann dies ebenfalls ein Zeichen für eine Zahnerkrankung und Stomatitis sein. Dies ist häufiger bei Katzen der Fall, die hauptsächlich Trockenfutter fressen, da die harte Textur beim Kauen schmerzhafter sein kann. Wenn Ihre Katze hungrig zu ihrem Napf läuft, dann aber Schwierigkeiten hat, das Futter aufzufressen oder langsamer als gewöhnlich frisst, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass ihr das Kauen oder Schlucken aufgrund der schmerzhaften Entzündung durch die Stomatitis schwerfällt.

  1. Mangelnde Fellpflege

Katzen sind sehr reinlich und verbringen fast den halben Tag mit der Fellpflege. Wenn Ihre Katze also zotteliger oder schmutziger als gewöhnlich aussieht, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass sie sich aufgrund der Schmerzen im Maul nicht regelmäßig putzt.

Was sind die Ursachen für Stomatitis bei Katzen?

Stomatitis tritt auf, wenn eine unverhältnismäßig starke Entzündungsreaktion auf Plaque vorliegt. Wir kennen zwar nicht den exakten Grund hierfür, jedoch deutet die Forschung auf einen Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und der Entwicklung einer Stomatitis hin. Viele Katzen mit Stomatitis leiden gleichzeitig unter einer Virusinfektion, weshalb vermutet wird, dass dies der Auslöser für eine Überreaktion des Immunsystems auf Plaque-Ablagerungen sein könnte.

Infektionen wie das Calicivirus, das eine Atemwegserkrankung auslöst, sowie Katzen-AIDS, feline Leukämie und Katzenschnupfen werden alle als potenzielle Auslöser für Stomatitis bei Katzen angesehen. Mangelnde Mundhygiene und übermäßige Plaquebildung sind ebenfalls starke Faktoren, die die Entstehung von Stomatitis begünstigen.

Behandlung von Stomatitis bei Katzen

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Fellnase an Stomatitis leidet, ist es wichtig, sie so bald wie möglich tierärztlich untersuchen zu lassen. Da die Ursache für Stomatitis nicht genau geklärt ist, gibt es leider auch kein Heilmittel. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, die Krankheit und ihre Symptome zu lindern.

  1. Steroide und Antibiotika

Steroide und Antibiotika sind meist die erste Wahl der Behandlung. Steroide helfen, Schmerzen und Entzündungen des Zahnfleisches zu lindern, während Antibiotika bakterielle Infektionen bekämpfen, die häufig in Verbindung mit Stomatitis auftreten. Da die langfristige Einnahme solcher Medikamente nicht förderlich für die allgemeine Gesundheit Ihrer Katze ist, werden sie meist nur zu Beginn eingesetzt, um schwere Symptome zu beruhigen oder bei Krankheitsschüben.

  1. Zahnentfernung

Da Stomatitis eine Immunreaktion auf die Bakterien und den Plaque an den Zähnen der Katze ist, kann eine Zahnextraktion notwendig sein, um die Krankheit zu bekämpfen. Bis heute ist dies die wirksamste Form der Behandlung von Stomatitis bei Katzen.

Manchmal müssen alle Zähne einer Katze entfernt werden, besonders wenn die Stomatitis schwerwiegend ist. Das klingt drastisch, aber tatsächlich können unsere Stubentiger auch ohne Zähne wunderbar leben. Da Katzen ihren Kiefer nur auf und ab bewegen können, kauen sie ihr Futter nicht wirklich, sondern reißen Fleisch in kleine, leicht zu schluckende Stücke. Daher sind ihre Zähne nicht zum Kauen gemacht, sodass sie auch ohne Zähne problemlos Trocken- und Nassfutter schlucken können.

Für weitere interessante Fakten über Katzenzähne für Ihr nächstes Kneipenquiz lesen Sie doch unseren Artikel zu 10 Fakten über Katzenzähne?!

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